Einschätzung zur Bundestagswahl 2021

Aktualisiert: 11. Aug. 2021

Aus dem Text eines Briefes von einem sehr guten Freund an mich vom 5.8. zur Wahlkampagne 2021:


Für mich wird immer klarer, das weder die GRÜNEN noch die CDU/CSU ihre angestrebten politischen Ziele erreichen werden und sich komplett verrechnet haben. Beide Parteien haben offensichtlich die Wichtigkeit der Spitzenkandidatur unterschätzt und machen in der Kampagne zusätzlich viele taktische Fehler.

Es wirkt in Teilen hilflos und dilettantisch, ständig zu betonen, dass die getroffene Entscheidung über die jeweilige Kandidatur richtig war. Beiden Kampagnen fehlt ein wirksamer Plan B. Momentan betreiben sowohl Laschet wie auch Baerbock nur noch Schadensbegrenzung, was aber den erlittenen Imageverlust nicht aufwiegen kann.

Deutschland wird somit keine "beste Lösung" bekommen und die Kompromisse, die es zu schliessen gilt, werden als die faulsten in die Geschichte eingehen. In jeder Partei gibt es zu viele Protagonisten, die leistungslose Funktionärsposten anstreben, welche mit Macht ausgestattet sind und eine recht sorglose Zukunft garantieren.

Nun mag diese Einschätzung (eines CDU-Wählers mit Hoffnung bzw. der Tendenz zu einer schwarz-grünen Koalition) etwas pessimistisch erscheinen. Ohne Zweifel wirken die Kampagnen in Teilen perspektivlos. Dies liegt daran, dass sich die Medien und damit die Bevölkerung zu sehr auf die persönlichen und sicherlich in Teilen defizitären Leitsterne der jeweiligen Spitzenkandidaten konzentrieren.


Lassen Sie uns also INTENSIV den Blick auf die jeweilige Wahlprogramme richten und unsere Entscheidung nicht von Personen abhängig machen! Ein Kanzler/eine Kanzlerin leitet eine Regierungsmannschaft und berichtet zusammen mit dieser dem Parlament. Wir leben nicht in einem präsidialen System, wo eine Person (wie z.B. Ende USA oder Frankreich) die Richtung vorgibt.


Die parlamentarische Demokratie mit unserem System aus Bundestag und Bundesrat ist die Grundlage der Regierungsarbeit – und nicht die Person des Bundeskanzlers oder der Bundeskanzlerin. Treffen Sie also Ihre Wahl nach diesem Kriterium – und dem, was für die Zukunft unseres Landes wichtig ist.



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