Vom Ende der epidemilogischen Notlage mit nationaler Tragweite

Was ist in dieder Woche alles gechrieben worden? Am Ende kommt dabei immer wieder heraus, dass es Presse und damit auch die Medien nicht verstehen, warum die möglichen neuen Koalitionäre das Infektionsschutzgesetz am 24.11. beenden und durch ein neue, rechtssicherere Gesetzesgrundlage ändern wollen. Sind wir Bürger tatsächlich so wenig intelligent, dass wir nicht selbst erkennen, dass wir eine epidemiologische Notlage haben? Vermutlich nicht - wenn man den Kommentaren in allen Medien, speziell den so genannten "sozialen Medien" glauben schenken kann.


Wir brauchen also dezidiert ein Gesetz, dass uns auch tatsächlich bestätigt, dass wir eine epidemiologische Notlage mit nationaler Tragweite haben. Wir brauchen es aber auch, damit die seltsam denkenden Corona-Leugner und Impfgegener etwas haben, gegen das sie dezidiert ihren Protest ausdrücken können. Fakt ist: Das neue Infektionsschutzgesetz am 25.11. geht weiter als das bisherige. Es mag (noch) nicht völlig ausgereift sein und wird also vermutlich nochmals verändert, denn in der Kürze der Zeit und bei derart unterschiedlichen Meinungen der Koalitionäre sowie der täglichen Verschlimmerung besagter Notlage können wir alle kein komplett in Stein gemeisseltes Gesetz erwarten.


Was aber wesentlich schlimmer wiegt ist die deutlich erkennbare politische Polarisierung. Der übliche polternde Franke der CSU, die völkischen Impfgegner und Corona-Leugner der AfD und eine irrlichternde CDU finden nur Gegenworte gegen die mögliche neue Koalition.

Also: keine Zusammenabeit, sondern nur Konfrontation. Die Bewertung der politischen Lage in meinem Buch "Von Leerjahren zu Lahrjahren" besätigt sich töglich.


NEIN, die Pandemie darf keine Bühne für politische Spielchen sein. Außer der AfD sitzen im Bundestag und den Länderparlamenten Demokrate. Diese sollten endlich aufhören, die nationale Notlage für ihre politischen Ziele zu missbrauchen.


Die Presse greift diesen Zwist dankbar auf und trägt damit nicht zur Befriedung bei, sondern schürt mit jedem Bericht und Kommentar ebenso die zunehmende Polarisierung, Dies trifft auch für an sich intelligente PublizistInnen und PhiliosophInnen zu. Die Pandemie ist weder als Bühne für eine irrlichternde Sarah Wagenknecht geeinget, als auch für die ebenso irrlichternde Philosophin Svenja Flaßpöhler. Beide zieht man medial durch Interviews und Talkshows, wo sie auf ein ohnehin breit verunsichertes Publikum treffen und damit beide Seiten weiter polarisieren.


Wir habe keine Pandemie der Ungeimpften. Wir haben eine Pandemie, bei der sich alle weiterhin infizieren können. Der Unterschied in der Infektionslage besteht lediglich darin, dass geimpfte Menschen nach allen klinischen Statistiken weniger schwer erkranken, als Ungeimpfte UND die ungeimpften Menschen durch ihre möglichen schweren Krankheitsverläufe die Itensivstationen füllen.


Ja, impfen ist eine freiwillige Entscheidung. Sich nicht impfen zu lassen ist aber gesellschaftlich unsolidarisch. Damit ist die Entscheidung gegen die Impfung nicht (nur) von Angst geprägt, sondern von Egoismus.


Ich habe in meinem vorherigen Blog sehr deutlich zu den Risiken des Impfens Stellung genommen. Es geht den Gegnern gegen das Impfen um ihre Freiheit, darüber zu entscheiden, ob sie die Impfung akzeptieren - oder eben nicht. Diese Freiheit sollte dann aber auch soweit gehen, dass sie mit einer Patientenverfügung ablehnen, sich klinisch behandeln zu lassen, wenn sie schwer an COVID-19 erkranken sollten.


Aber dazu gehört natürlich Mut. Und der fehlt schon bei der Entscheidung für das Impfen. Nein, Impfgegner sind keine Verteidiger der persönlichen Freiheitsrechte. Sie sind grob unsolidarisch - und letztendlich auch feige und ignorant, sich den wissenschaftlichen und medizinischen Tatsachen zu stellen.


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